RETROTOPIA

vom Institut für Medien, Politik und Theater | Uraufführung | in Kooperation mit dem Kosmos Theater

Reaktionäre Kräfte wünschen sich eine Zukunft herbei, die anhand einer Vergangenheit modelliert werden soll, die so nie existiert hat. 
Rebekka Endler

Wer sich als FLINTA*-Person nicht an die restriktiven, gesetzlichen Neuerungen hält, wird in RETROTOPIA sanktioniert und vom Staat zu „sozialem Zwangsdienst” verdonnert. So treffen fünf Gesetzesbrecher*innen in einer Küchenlandschaft aufeinander, um gemeinsam ihre Arbeitsstunden abzubüßen. Ihre Verstöße könnten unterschiedlicher nicht sein: von „aktivistischen Attacken” und Vandalismus über Beihilfe zum Schwangerschaftsabbruch, arbeitsrechtlichen Kämpfen, Verteidigung von Intergeschlechtlichkeit und queeren Beziehungen hin zur „Vernachlässigung der Familienpflicht” und Slackertum. Als die Restriktionen und Verhaftungen weiter zunehmen, werden in einer absurden und sich zuspitzenden Handlungsabfolge wunderliche Rezepte und Pläne ausgetauscht. So versucht die eine als Tradwife-Influencerin herauszukommen und die andere im feministischen Untergrund zu rekrutieren. Für welche Formen von Anpassung oder Widerstand wird die Gruppe sich entscheiden?

Schauspieler:innen: Thea Ehre, Irem Gökçen, Tamara Semzov, Birgit Stöger, Katarina Maria Trenk

Konzept, Text, Recherche: Institut für Medien, Politik und Theater 

Regie: Felix Hafner, Jennifer Gisela Weiss

Recherche und Text:  Emily Richards, Anna Wielander

Bühne und Kostüm: Marie Sturminger

Komposition: FARCE

Live-Musik: Katarina Maria Trenk

Dramaturgie: Theresa Kraus 

Regieassistenz und Abendspielleitung: Emilia Reiter

„Das Institut für Medien, Politik und Theater zeigt eine bissige und dabei hochkarätig besetzte Satire über den Backlash in der Gesellschaft."

„Die Ideen des vom Institut für Medien, Politik und Theater konzipierten und geschriebenen Abends (Regie: Felix Hafner und Jennifer Gisela Weiss) sind in ihrer Pervertierung vergnüglich anzuschauen.“

„„Retrotopia“ ist weniger ein Stück als eine mit manchen witzigen und irritierenden Szenen und feinen Musikeinlagen aufwartende gesellschaftspolitische Anklage. Am verstörendsten ist dabei der Umstand, dass man das meiste in der politischen Debatte der vergangenen Jahre tatsächlich gehört hat. „Retrotopia“ leistet in seiner Zuspitzung einen Beitrag dazu, dass man sich daran nicht gewöhnt, sondern weiterhin darüber erschrickt.“